Die Transformation von Bestandssystemen ist für viele Unternehmen längst keine strategische Option mehr, sondern eine operative Notwendigkeit. Gewachsene Systemlandschaften bremsen Entwicklungsgeschwindigkeit, treiben Betriebskosten und machen regulatorische Anpassungen zur Geduldsprobe. Und dennoch: Ein Großteil der Transformationsvorhaben erreicht seine Ziele nicht. Die Ursache liegt selten in der Technologiewahl, sondern im Vorgehen. Fehlende Transparenz über Abhängigkeiten, unterschätzte Fachprozesse und ein Big-Bang-Ansatz, der aus dem Ruder läuft. SPG hat aus zahlreichen Transformationsprojekten ein eigenes Vorgehensmodell entwickelt: Legacy Lift 6 ist eine strukturierte End-to-End-Journey von der Analyse bis zum stabilen Regelbetrieb.
Was ist das Legacy Lift 6 Modell und warum braucht es einen eigenen Ansatz?
Die Transformation von Bestandssystemen ist kein Migrationsprojekt. Es ist ein Transformationsprozess, der technische Analyse, fachliche Entscheidungen und Betriebskontinuität gleichzeitig beherrschen muss. Legacy Lift 6 (LL6) ist das Vorgehensmodell von SPG für genau diese Herausforderung. Es gliedert die gesamte Modernisierung in sechs aufeinander aufbauende Phasen, die von der ersten Bestandsaufnahme bis zur kontrollierten Abschaltung von Altsystemen reichen. Jede Phase liefert konkrete Ergebnisse und schafft die Grundlage für die nächste Entscheidung. Das Modell wurde nicht am Reißbrett entworfen, sondern aus der Praxis heraus entwickelt. Reale Projekte bei Finanzinstituten, Industrieunternehmen und IT-Dienstleistern.
Transformation von Bestandssystemen: Die sechs Phasen im Überblick
Schluss mit komplexen Einzelmaßnahmen oder unkontrollierten Parallelprojekten bei der Transformation von Bestandssystemen. Legacy Lift 6 folgt einem klar strukturierten Phasenmodell. Jede Phase baut auf den Ergebnissen der vorherigen auf und schafft Transparenz, Planungssicherheit sowie messbare Fortschritte im laufenden Transformationsprozess. So entsteht ein kontrollierter Weg von der Analyse bestehender Systeme bis hin zum stabilen Betrieb der modernisierten Architektur.
1. Discover: Transparenz über Bestandssysteme schaffen
Bevor Entscheidungen getroffen werden können, braucht es ein belastbares Bild des Bestehenden. In der Discover-Phase analysiert SPG mit Ozgar die technische Architektur, Schnittstellen, Datenflüsse sowie fachliche Prozesse und macht Risiken, Abhängigkeiten und Hotspots sichtbar, die in späteren Phasen zur Kostenfalle werden könnten. Ergebnis: ein Discovery Report als gemeinsame Entscheidungsgrundlage für alle Beteiligten.
2. Design: Zielarchitektur und Modernisierung planen
Auf Basis der Analyseergebnisse wird das Zielbild entwickelt. SPG definiert mit Ozgar die Zielarchitektur, legt Modernisierungspfade je Modul fest und leitet daraus einen konkreten Phasenplan mit Aufwands-, Kosten- und Zeitschätzung ab. Ergebnis: ein System Design Report, der keine Wünsche offen lässt und Investitionsentscheidungen auf eine solide Basis stellt.
3. Pilot: Transformation von Bestandssystemen praktisch validieren
Bevor die eigentliche Transformation beginnt, wird das Zielbild in der Praxis erprobt. Mit Ozgar, Amonga und Antson setzt SPG einen End-to-End-Pilot um, testet Integrationsentscheidungen unter realen Bedingungen und misst die Ergebnisse gegen ein klares KPI-Set. Was hier nicht funktioniert, wird korrigiert bevor es teuer wird.
4. Transform: Bestandssysteme kontrolliert modernisieren
Die Zielarchitektur wird schrittweise produktiv umgesetzt. Modul für Modul, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden. Ozgar und Amonga unterstützen die kontrollierte Parallelführung von Alt- und Neusystem, bis die modernisierten Komponenten stabil laufen und messbare Qualitätskennzahlen erfüllen.
5. Decommission: Bestandssystem-Komponenten kontrolliert zurückführen
Bestandssystem-Komponenten, die ihren Zweck erfüllt haben, werden kontrolliert abgeschaltet. Mit Amonga plant und dokumentiert SPG jeden Abschaltevorgang, sodass die Systemlandschaft schlanker wird, ohne dass etwas unkontrolliert verloren geht. Ergebnis: ein sauberer Decommission Plan und eine reduzierte, wartbare Architektur.
6. Stabilize: Stabilen Regelbetrieb absichern
Der Abschluss einer Transformation von Bestandssystemen ist kein Selbstläufer. In der Stabilize-Phase stellt SPG mit Ozgar sicher, dass der Regelbetrieb trägt: Workflows werden optimiert, Verantwortlichkeiten klar übergeben und der Betrieb auf Dauer abgesichert. Erst wenn diese Phase abgeschlossen ist, gilt das Projekt als wirklich abgeschlossen.
Fazit
Die Transformation von Bestandssystemen gelingt nicht durch einzelne Technologieentscheidungen, sondern durch ein strukturiertes und kontrolliertes Vorgehen über den gesamten Transformationsprozess hinweg. Mit Legacy Lift 6 bietet SPG ein praxiserprobtes Modell, das Risiken reduziert, Transparenz schafft und Unternehmen dabei unterstützt, ihre Bestandssysteme schrittweise und sicher in eine zukunftsfähige Architektur zu überführen. So entsteht nicht nur moderne IT, sondern eine stabile Grundlage für Innovation, Skalierbarkeit und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
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