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IT-Bestandsaufnahme: Der erste Schritt zur Transparenz in der Discover-Phase

Inhaltsverzeichnis

Jede erfolgreiche Modernisierung beginnt mit einer belastbaren IT-Bestandsaufnahme. Ohne ein klares Bild der bestehenden Systeme, Prozesse und Abhängigkeiten bleibt jede Transformationsentscheidung ein Blindflug. Eine Übersicht zu allen sechs Phasen von Legacy Lift 6 (LL6) Modells finden Sie im Artikel „Transformation von Bestandssystemen: Der strukturierte Weg zur modernen IT-Landschaft“. Dieser Artikel geht einen Schritt tiefer und zeigt, wie die erste Phase „Discover“ in der Praxis abläuft.

Warum ist die IT-Bestandsaufnahme der erste Schritt jeder Transformation?

Bestandssysteme wachsen über Jahre oder Jahrzehnte. Code, Schnittstellen und Geschäftsprozesse verändern sich schrittweise, oft ohne durchgängige Dokumentation. Wer ohne fundierte Bestandsaufnahme modernisiert, riskiert übersehene Abhängigkeiten und unterschätzte Fachprozesse. Die Discover-Phase schafft deshalb zuerst ein belastbares Ist-Bild, bevor überhaupt über Zielarchitekturen gesprochen wird. Sie macht Systemzusammenhänge transparent und deckt Risiken, Abhängigkeiten und Hotspots auf. Damit legt sie die Grundlage für alle folgenden Design- und Transformationsentscheidungen.

Welche Ziele verfolgt die Discover-Phase?

Die Discover-Phase im LL6-Modell verfolgt vier klar abgegrenzte Ziele:

  • Ein belastbares Ist-Bild der IT-Landschaft schaffen
  • Systemzusammenhänge transparent machen
  • Risiken, Abhängigkeiten und Hotspots sichtbar machen
  • Eine tragfähige Grundlage für Design und Transformation schaffen

Diese Ziele greifen ineinander. Ohne Transparenz über Systemzusammenhänge lassen sich Risiken kaum bewerten. Ohne bewertete Risiken fehlt wiederum die Grundlage für realistische Design-Entscheidungen in der nächsten Phase.

Wie läuft die technische und fachliche Analyse ab?

Die Discover-Phase kombiniert zwei parallele Analysestränge.

Technische Analyse

Im Zentrum stehen Code, Architektur und Schnittstellen der Bestandssysteme. Dazu kommen Datenflüsse sowie Batch- und Jobsteuerung, die bei gewachsenen Systemen oft komplexer sind als vermutet. Aus dieser Analyse ergeben sich erste High-Level-Optionen für die spätere Modernisierung. Erst noch ohne Festlegung, aber als Diskussionsgrundlage.

Fachliche Analyse

Parallel dazu betrachtet das Team Geschäftsprozesse und ihre Sonderfälle aus Prozess- und Systemsicht. Diese Analyse macht Pain Points sichtbar, die sowohl in der IT als auch in den Fachbereichen bestehen. Sie ordnet die Erkenntnisse so ein, dass sie direkt in die nächsten Entscheidungen einfließen können.

Technische und fachliche Analyse laufen bewusst gemeinsam. Reine Code-Analysen ohne Prozesssicht übersehen regelmäßig die eigentlichen Pain Points der Fachbereiche.

Was liefert der Discovery Report?

Am Ende der Discover-Phase steht ein strukturierter Discovery Report. Er bündelt alle Ergebnisse in einem Dokument (u.a. technische und funktionale Dokumentation sowie Pain Points in IT und Fachbereichen). Dieser Report ist die Übergabe an die Design-Phase. Er stellt sicher, dass Entscheidungen auf Fakten basieren statt auf Annahmen über den Zustand der Systeme.

Welche Rolle spielt Ozgar in der Discover-Phase?

Die technische Analyse wird durch das Ozgar Package im sogenannten LL6 Discovery Scan unterstützt. Das Tool systematisiert die Erhebung von Code, Architektur und Datenflüssen und beschleunigt damit die technische Analyse gegenüber einer rein manuellen Erhebung. So entsteht die Risiko-Heatmap auf einer konsistenten, nachvollziehbaren Datenbasis statt auf Einzelmeinungen einzelner Entwickler.

Häufige Fragen zur IT-Bestandsaufnahme

Wie lange dauert eine IT-Bestandsaufnahme im LL6-Modell?
Die Dauer hängt von Systemgröße und Komplexität ab. Entscheidend ist, dass sowohl die technische als auch die fachliche Analyse vollständig abgeschlossen sind, bevor die Design-Phase beginnt.

Was unterscheidet die Discover-Phase von einer klassischen IT-Inventur?
Eine klassische Inventur erfasst meist nur Systeme und Versionen. Die Discover-Phase geht weiter: Sie bewertet Risiken, Abhängigkeiten und fachliche Pain Points und liefert damit eine Entscheidungsgrundlage statt einer reinen Bestandsliste.

Warum ist die fachliche Analyse genauso wichtig wie die technische?
Technische Risiken allein erklären nicht, warum ein System für den Geschäftsbetrieb kritisch ist. Erst die Verbindung aus Prozess- und Systemsicht zeigt, welche Hotspots tatsächlich priorisiert werden müssen.

Fazit

Die Discover-Phase ist mehr als ein Vorbereitungsschritt. Sie liefert mit dem Discovery Report die faktenbasierte Grundlage, auf der alle weiteren Phasen des LL6-Modells aufbauen. Wer hier gründlich arbeitet, reduziert das Risiko späterer Überraschungen in Design, Pilot und Transformation erheblich.

Jetzt IT-Bestandsaufnahme starten: Sie möchten wissen, wie eine strukturierte IT-Bestandsaufnahme für Ihre Systemlandschaft aussehen kann? Kontaktieren Sie SPG für Fragen zu unserem LL6-Modell.

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